Riesige Resonanz fand der Aufruf von Jürgen Groth aus Friedrichsholm zum ersten Broderius-Treffen. Angemeldet hatten sich 130 Familien-Angehörige. Durch den Bericht in der Landeszeitung kam ein Dutzend hinzu. Tatsächlich versammelten sich dann 136 Broderius-Nachfahren in Kropp.

Erinnerungsbild an das erste Broderius-Treffen, das 136 Angehörige des Familien-Clans zusammenbrachte, die aus Übersee, aus allen Ecken Deutschlands und den benachbarten europäischen Ländern anreisten.
Kropp – 11.45 Uhr: Erinnerungsbild an das erste Broderius-Treffen, das 136 Angehörige des Familien-Clans zusammenbrachte, die aus Übersee, aus allen Ecken Deutschlands und den benachbarten europäischen Ländern anreisten. (Foto: Gutsche)

136 Broderius-Familienmitglieder aus aller Welt trafen sich am Sonnabend im Kropper Restaurant „Rosengarten“. Sie kamen aus Belgien, Finnland, Dänemark, den USA, aus Süddeutschland und vor allem aus Schleswig-Holstein. Auch Gerda Brodersen aus Kropp war dabei und begleitete den riesigen Familienchor auf dem Akkordeon.

Die Sippe zusammengerufen hatte der Friedrichsholmer Ingenieur Jürgen Groth. Gemeinsam mit Verwandten in den USA hat der 54-Jährige einzelnen Broderius-Linien akribisch erforscht und aufgezeichnet. Im großen Saal des „Rosengartens“ waren an Stellwänden 14 Stammbaum- Zweige mit verschiedenen Farbcodierungen angebracht. Die Farben fanden sich wieder auf den Namensschildern, die jeder Angehörige am Eingang erhalten hatte. So konnte jeder Broderius-Nachkomme anhand seines Stammbaumes die Ahnen seiner Linie zurückverfolgen.

Gerda Brodersen aus Kropp machte Musik
Heimspiel: Gerda Brodersen aus Kropp machte Musik. (Foto: Gutsche)

Kropps Bürgermeister Reinhard Müller war überrascht von der großen Teilnehmerzahl – vor allem, dass auch viele Jüngere den Weg nach Kropp gefunden hatten. „So bleibt die Broderius-Familienforschung erhalten“, sagte er in seinem Grußwort.

Jürgen Groth, dessen Großmutter Magdalena (1898 in Erfde geboren) eine Broderius war, stellte seinen Bericht unter den Titel „Wie sind wir alle verwandt!“ Und Claus Broderius aus Linden in New Jersey (USA), der 1952 von Hohn nach Amerika ausgewanderte, übersetzte für seine 14 mit angereisten Landsleute.

Urvater der Sippe ist Claus Broder(i)us, der von 1569 bis 1612 Pastor in Klixbüll war. Bis auf die Auswanderer war die Sippe sehr bodenständig. Broderius-Nachfahren findet man insbesondere in Owschlag, Erfde, Lohe-Föhrden, Tetenhusen, Dörpstedt-Bünge, Schwabstedt, Poppenbüll, Garding und Alt Bennebek. Von Alt Bennebek aus wanderte ein Johann Heinrich Broderius 1857 nach Amerika aus und startete damit die Broderius-Iowa-Linie.

„Mich hat der Forscherbazillus befallen“, sagte Jürgen Groth. Inzwischen sei man bei 2800 Familienmitglieder angelangt. Nach dem Bericht in der Landeszeitung über das bevorstehende Treffen hätten sich noch zwei weitere Familien aus Schleswig-Holstein gemeldet und ihre Teilnahme zugesagt. Als Groth ankündigte, dass er die Herausgabe einer Familienchronik mit Dokumenten, Fotografien, Daten und Namen plant, erhielt er großen Beifall.

Die Namensschilder zeigten farblich, zu welchem Familienzweig deren Träger gehörten
Bunte Familie: Die Namensschilder zeigten farblich, zu welchem Familienzweig deren Träger gehörten. (Foto: Gutsche)

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